Unsere Themen

Ganzheitliche Verbandsarbeit durch Vielfalt

Auf der Agenda des Fachverband Spielhallen stehen, resultierend aus der aktuellen Lage unserer Branche, viele Themen. Um diese mit einer möglichst großen Bandbreite an Ideen und Blickwinkeln anzugehen, setzt sich der Vorstand des FSH aus Automatenunternehmern aus ganz Deutschland zusammen. So vereinen sich vielfältige und langjährige Erfahrung mit unterschiedlichen Herangehensweisen, Visionen und Leidenschaften zu gemeinsamer Stärke. Durch das Mitwirken der Mitglieder sollen diese Aspekte noch ausgebaut, vertieft und stets unter neuen Blickwinkeln betrachtet werden. So ist und bleibt der Fachverband Spielhallen die Vertretung aller Spielhallenbetreiber.

Hier finden Sie die aktuellen Themen, vorgestellt von den Mitgliedern des Vorstandes des FSH:

Vergnügungssteuer

Die willkürlichen Festsetzungen und Erhöhungen von Vergnügungssteuersätzen mehrerer Kommunen und Städte machen vielen, insbesondere kleinen und mittleren, Aufstellern einen wirtschaftlichen Betrieb ihrer Spielhalle beinahe unmöglich.
Bei Steuersätzen von 20 % und mehr sind oftmals notwendige Rücklagenbildungen, Instandsetzungen und Modernisierungen nicht mehr in dem erforderlichen Umfang möglich. Zudem entstehen durch die unterschiedlichen Steuersätze mitunter erhebliche Wettbewerbsverzerrungen.

Als betroffener Spielhallenbetreiber klage ich selbst bereits seit Januar 2011 in einem Normenkontrollverfahren gegen die 20%ige Vergnügungssteuer der Stadt Wiesbaden.

Aber so weit muss es ja erst gar nicht kommen, wenn im Vorfeld mit den Gemeinden ein vernünftiges und sachliches Gespräch geführt werden kann, um sich zumindest auf noch einigermaßen erträgliche Steuersätze zu verständigen. Ich unterstütze gern unsere Mitglieder bei der Vereinbarung solcher Gesprächsterminen beim Bürgermeister oder der Gemeindeverwaltung, gegebenenfalls auch durch persönliche Anwesenheit.

Andreas Braun – stellvertretender Vorsitzender des FSH und Mitglied des Hessischer Münzautomatenverband e.V.

Ethische Unternehmensführung

In einer Branche wie unserer ist es unabdingbar, sich seiner Verantwortung für seine Kunden bewusst zu sein und sich dieser auch zu stellen. Meist bedarf es dabei weit mehr als manch übermotivierter Lokalpolitiker heute, nur weil es im Moment „in“ ist, fordert. Hausverbote auf eigenen Wunsch von Gästen als Selbstschutz auszusprechen und im Sinne des Kunden „durchzusetzen“ oder das Zutrittsalter freiwillig zu erhöhen, sind nur zwei Beispiele für das verantwortungsvolle Führen einer Spielhalle – und das schon seit vielen Jahren.

Gewiss ist die Einführung eines Sozialkonzeptes für unsere Gäste ein wichtiges und sinnvolles Element, aber sicher nur ein Baustein einer ganzheitlichen Unternehmensführung.

Eine ethische und verantwortungsvolle Unternehmensführung beginnt nicht erst mit der öffentlichen Forderung danach, sondern mit dem Unternehmer selber!

Dirk Fischer – Mitglied des Vorstands des FSH und des Automatenverband Baden-Württemberg e.V.

Gemeinsame Verbändearbeit

Die Flut von drangsalierenden und arbeitsplatzvernichtenden Rechtsvorschriften, die zurzeit verabschiedet werden sollen oder auch schon in Kraft getreten sind, erfordert ein Engagement über die Landesgrenzen hinweg. Jedes Bundesland für sich hat hier unterschiedliche rechtliche Grenzen gesetzt, welche in der Konsequenz zu einem ungerechten Flickenteppich führen. Daneben machen sich eine Vielzahl von Politikern das Leben einfach, indem sie meinen, sie könnten unsinnige Vorschriften aus Nachbarländern einfach übernehmen. Dabei setzen sie meist noch einen drauf, ohne jemals die Thematik wirklich verstanden, geschweige denn sich mit der Materie wirklich beschäftigt zu haben. Diese branchenvernichtende Spirale gilt es aufzuhalten.

Deshalb wird es neben der unersetzlichen Verbandsarbeit in den Landesverbänden immer wichtiger, hier eine Kommunikationsbrücke zu schaffen, die wie ein Frühwarnsystem übergreifend für alle Aufstellunternehmer/innen greift und Synergien freisetzt. Auch hier gilt der Leitspruch: „Nur zusammen sind wir stark.“

Heinz Basse – Mitglied des Vorstands des FSH und Vorsitzender des Automatenverband Niedersachsen e.V.

Vollzugsdefizit

Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass die Politik und die Behörden endlich mit den seriösen und verantwortungsvollen Branchenteilnehmern (ob groß oder klein) an einem Strang ziehen. Wir müssen etwas gegen die Nichteinhaltung der Gesetze tun. Das Missachten der neuen Landesgesetze weniger Unternehmer schadet der Mehrzahl überdurchschnittlich. Hier muss nach meiner Vorstellung eine effektive Task-Force entstehen. Da der Politik dafür das Geld und das Personal fehlen, sollten wir einen Weg finden, die Ordnungsbehörden zu unterstützen. Dies schaffen wir aber nur in einer großen Gemeinschaft.

Jean-Pierre Berlejung – Mitglied des Vorstands des FSH, Hessischer Münzautomatenverband e.V., Bayerischer Automaten-Verband e.V., Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V., Automaten-Verband Rheinland-Pfalz e.V., FORUM für Automatenunternehmer in Europa e.V., IGG und FGA

Zukunft

Die nahe Zukunft unserer Spielhallen, der dazugehörigen Konzessionen und somit die Grundlage unserer Unternehmen ist geprägt von Begehrlichkeiten und Vorurteilen. Die Übergangsfristen gerade für Mehrfachkonzessionen, aber auch die Bedingungen für die Einzelkonzessionen, werden wir wohl nur auf dem Klagewege in einen verfassungsgemäßen und vor allem praktikablen und wirtschaftlich machbaren Rahmen bekommen. Einiges davon ist bereits auf den Weg gebracht und bedingt beeinflussbar.

Aber was dann? Was wenn die Übergangsfristen sich dem Ende neigen? Es gilt innovative Rahmenbedingungen für unsere Betriebe, wie neue Konzessionsmodelle, die sich vielleicht nach Einwohnerzahl oder anderen Schlüsseln gliedern, zu entwickeln, so dass wir alle eine Chance auf die Zukunft haben.

Was wenn ein Gericht die Mehrwertsteuer oder die Vergnügungssteuer verwirft? Auch hier sollten wir eigene Ideen entwickeln, wie eine vernünftige Besteuerung aussehen kann. Eine gebundene soziale Komponente würde mehr helfen als jedwede Imagekampagne. All dies und noch viel mehr gilt es zu entwickeln und intelligent in die Politik zu tragen. Denn wie einst ein Politiker so richtig formulierte: „Wer nicht normt, der wird genormt“ In diesem Sinne: Bleiben Sie stark.

Karl Weber – Schatzmeister des FSH und Mitglied des Deutscher Automatenverband e.V.

Spieler- und Jugendschutz

Spieler- und Jugendschutz, insbesondere das Sozialkonzept, sind für mich Grundpfeiler eines seriösen Spielhallenbetriebs. Hier gilt es praxisnahe und zukunftswirksame Konzepte zu entwickeln, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Komponenten gleichermaßen berücksichtigen. Dies wird uns nur gelingen, wenn alle Unternehmer, Verbände und Vertreter aus Politik und Behörden an einem Strang ziehen. Ich unterstütze unsere Mitglieder gern dabei, die vielen guten theoretischen Ansätze und Grundlagen flächendeckend in der Praxis umzusetzen. Denn unsere Branche will und darf nicht auf Zwang basieren, sondern auf Spaß an der Unterhaltung.

Gundolf Aubke – Mitglied des Vorstands des FSH und 1. Vorsitzender des Hamburger Automatenverband e.V.

Die öffentliche Wahrnehmung der Automatenbranche

„Wer die Wahrheit nicht kennt ist nur ein Dummkopf, wer sie aber kennt und eine Lüge nennt ist ein Verbrecher!“ (B. Brecht)

Die Darstellung der Automatenbranche in der Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland ist überwiegend negativ. Trotz verschiedener Regeln, die sich die Automatenbranche auferlegt hat, ist es nicht gelungen, diese negative Darstellung in das richtige Licht zu rücken. Wenn man sich Berichte im Fernsehen ansieht oder Artikel in der Presse durchliest, stellt sich die Frage, wird die Branche bewusst in ein schlechtes Licht gerückt? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Immer noch wird die Automatenbranche mit Vorwürfen konfrontiert, die an billige Gangsterfilme aus den 30er Jahren erinnern. Es findet angeblich Geldwäsche statt, illegales Glückspiel und aus einer normal betriebenen Spielhalle wird im Volksmund das Klischee einer Spielhölle geprägt. Es liegt einfach in der Natur des Menschen, dass sich solche negativen Nachrichten gut verkaufen bzw. aufnehmen lassen. Solche Schlagzeilen steigern die Fernsehquoten und den Absatz von Zeitungen und Magazinen. Wenn man es geschickt anstellt, kann man mit der Angst und Ungewissheit der Menschen raffiniert Politik betreiben und Wählerstimmen ernten. Denn für Medienvertreter und Politiker ist es oft leichter, Klischees zu bedienen, als sich die unbequeme Wahrheit einzugestehen. Die ist nicht ausreichend sensationell, birgt aber in sich die Tatsache, dass die Automatenbranche in einem straff vorgegebenen Gesetzesrahmen agiert. Keine andere Wirtschaftsbranche wird so gründlich und häufig kontrolliert, wie die gewerbliche Spiel- und Unterhaltungsbranche. Hier wird Jugendschutz großgeschrieben und auf Alkoholkonsum strengstens verzichtet. Der Schutz und das Wohlbefinden der Kunden stehen im Vordergrund des Geschäftsgebarens.

Mein Motto und Ziel: Unseren Kunden weiterhin ein attraktives Freizeitangebot für kleines Geld anzubieten und vor allem einer negativen Außendarstellung der Automatenbranche entgegen zu wirken.

Mark Hinterholzinger – Schlichter des FSH und Mitglied des Bayerischer Automatenverband e.V.

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